Einkaufsliste der Milliardäre: Fußballclub und Stadtviertel

Mehrere Millionäre und Milliardäre dieser Welt investieren Millionen in Fußballclubs.
So steht aktuell der finanziell angeschlagene Club FC Liverpool Gerüchten zufolge kurz vor einem Verkauf an den Inder Mukesh Ambani oder dessen Landsmann Subrata Roy.
Beide zählen mit zu den reichsten Männern der Welt.
Mukesh Ambani verdient übrigens 70.000 Euro pro Minute.
Über ihn habe ich hier bereits berichtet.

Wenn Donald Trump auf Shopping -Tour geht, steht gleich ein ganzes New Yorker Stadtviertel auf dem Einkaufszettel.
Nach Berichten der “ New York Post “ steht die Übernahme des Stadtviertels „Stuyvesant Town“ samt Schwestersiedlung „Peter Cooper Village“ mit insgesamt 25.000 Bewohnern zur Diskussion.

Was machen Millionäre mit ihrem Geld? Sie bauen „Hotels“ der besonderen Art : im All, im Zeppelin oder im U-Boot

Reich und reich gesellt sich gerne!
Die einen bauen Treffpunkte für Millionäre, die anderen werden sie nutzen.
Vorbei die Zeiten als einfache Luxushotels oder Luxusdampfer ausgereicht haben.
Menschen, die alles kennen, alles gesehen und erlebt haben, suchen nach stets neuen Kicks.
So erklärt sich der neue “ Millionärs – Traveltrend“ der Zukunft:

Raumschiff

Der britische Milliardär Richard Branson hat gerade erst sein Raumschiff „SpaceShipTwo“ vorgestellt, mit dem 2012 die ersten Touristen ins All fliegen sollen. 200.000 Euro kostet der Kurztrip ins All.
Zwei Piloten und sechs Passagiere finden in dem Shuttle Platz.

U-Boot

Schon hat Richard Branson die nächste Pläne.
Von ganz oben nach ganz unten!
Ein Mega-U-Boot soll es sein.
Die „Necker Nymph“ wird allerdings kein U-Boot im klassischen Sinn, sondern eher ein Unterwasser-Flugzeug werden und Platz für zwei Passagiere und einen Piloten bieten.
Ein Trip kostet im Paket mit sieben Tagen auf Bransons Luxus-Katamaran „Necker Belle“ für eine Woche rund 80 000 Euro.
Bis jetzt kann das U-Boot nur auf rund 44 Meter abtauchen, aber noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen.

Zeppelin

Und schon geht es wieder nach oben:
Der Franzose Jean-Marie Massaud hat einen Zeppelin entworfen, der als Luxushotel dienen soll.
Bis zum Jungfernflug der „Manned Cloud“ ( bemannte Wolke )wird es wohl noch 10 Jahre dauern, dann aber soll der 210 Meter lange und 52 Meter hohe Zeppelin 20 luxuriöse Zimmer, eine Bibliothek, Lounge, Fitness-Räume und einen Speisesaal beherbergen.
Eingeplant sind zwei Decks: Unten wird die Hotel Lounge, ein Restaurant, eine Bibliothek und der Fitness-Raum untergebracht. Oben befinden sich die Zimmer, eine Bar und eine eine Terrasse mit Panorama-Scheiben.
Bis zu 170km/h “ schnell “ sollen die Passagiere durch die Lüfte schweben und das bis zu 1000 Kilometer am Stück.
Höchstens 40 Gäste sollen von 15 Angestellten umsorgt werden.
Noch ist die Finanzierung nicht gesichert, aber die Idee ist geboren und wird sicher auch umgesetzt- von wem auch immer.

Zeppelin Light

In Amerika ist bereits die “ Light Version“ des bemannten Zeppelins im Einsatz.
Ein 75 Meter langer Vergnügungsdampfer lässt bis zu 12 erlebnishungrige Touristen für 400 Dollar pro 30 Minuten Flugzeit über San Francisco Bay, Los Angeles, Hollywood und die Küste von Monterey schweben.
Wer sich das traut kann auch gleich in luftiger Höhe heiraten und hoffen, dass es eine sanfte Landung wird!

Anonymer Millionär schenkt der Stadt Bonn Millionen

Der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hatte in einem Interview vermögende Bürger aufgerufen, die verarmte Stadt Bonn zu unterstützen.
Ein kinderloser Millionär, dessen Identität nicht genannt wird, fühlte sich offensichtlich persönlich angesprochen und will der Stadt mit einem dreistelligen Millionenbetrag helfen.
So ganz uneigennützig scheint die geplante Schenkung dann aber doch nicht zu sein, wohl aber läuft es auf etwas hinaus, was man vielleicht am Ende win-win Situation nennen könnte:
Einige alte Gebäude sollen nach den Vorstellungen von Mister X abgerissen, andere dafür neu gebaut werden, u.a. ein Immobilienkomplex mit Geschäften, Büros und Wohnungen.
Für die Sanierung nach seinen Vorstellungen investiert er weitere 20 Millionen Euro.
Von den zu erwartenden Mieteinnahmen leitet der große Unbekannte 20 % an die Stadt weiter.
Stirbt er, fließt das erwirtschaftete Geld in eine Stiftung, die karitative Projekte finanzieren soll.
Die Stadt prüft dieses Angebot zur Zeit noch.
Damit hätten wir hier wieder einmal eine Art Schenkung, die eigentlich als Investment zu betrachten wäre, aber auch wieder eine Schenkung von der vermutlich viele profitieren würden.

Geschenke als Investment?

Vermutlich denkt der “ Normalbürger “ , dass Millionäre sich Luxus kaufen.
Häuser, Autos, Yachten, Schmuck, teure Designermode – die Klassiker eben.
Um herauszufinden was Millionäre von den “ Normalbürgern“ unterscheidet, muss man sich vielleicht auch ansehen, wofür sie ihr Geld abseits der Klassiker ausgeben.

Geschenke
In den letzten Wochen führt der Milliardär August von Finck die Medienberichterstattung über Geldgeschenke in Millionenhöhe an.
In diesem Fall muss man sich fragen- hat er der FDP 1,1 Millionen Euro geschenkt- einfach so zum Spaß?
Oder war es ein schlaues Investment?
Vermutlich war es eine Mischung aus beidem: Er hatte einfach Spaß an einem potentiellen Investment.

Als Hotelier profiert August von Finck natürlich von der Mehrwertsteuersenkung bei Hotelübernachtungen von 19% auf 7%, die die FDP im Oktober erwirkt hat.
Eigentlich ist es doch in diesem Fall bei den „Großen“ nicht anders als bei den “ Kleinen“.
Selbst im Volksmund sagt man “ Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft “ und aus seiner Sicht sind 1,1 Millionen sicher zwar kein kleines, aber auch kein besonders großes Geschenk.
Halten wir also fest: Millionäre machen Geschenke und ab und zu mag es ein, dass sie im Gegenzug dafür einen Wunsch erfüllt bekommen.
Das unterscheidet aber den schenkenden Millionär nicht von dem “ Normalbürger „.
Auch die machen Geschenke nicht immer ganz frei von Hintergedanken.
Hier kommen wir also nicht weiter.
Allerdings sollten wir festhalten, dass gut platzierte Geschenke langfristig sicher auch ein Investment in die Zukunft sein können.