Einen interessanten Artikel, der sich mit der Frage beschäftigt, warum es so wenig Gründerinnen in der Startup-Szene gibt, habe ich bei der Gründerszene gefunden.
Wichtiger als die Gründe, die vielen vermutlich bekannt sein dürften wie z.B. die geringere Risikobereitschaft, sind die Tipps, die Sheryl Sandberg, COO bei Facebook, Frauen zur Verwirklichung ihres Führungs- und Gründungspotenzial mit auf den Weg gibt:

Seien Sie selbstbewusst!

Diesen Punkt kann ich aus Erfahrung mit weiblichen Gründerinnen nur unterstreichen.
Ich habe einige Male erlebt, dass Frauen sich "nicht trauen" mit Banken zu verhandeln und sich selbst zum Bittsteller machen.
Ein Kredit ist ein Geschäft, das ich gerne mit dem Brötchenkauf vergleiche.
Sie gehen zum Bäcker, bestellen Brötchen, zahlen dafür und erhalten die Ware. Ein selbstverständlicher Ablauf, über den sich niemand Gedanken macht.
Ähnlich selbstverständlich muss der Weg zur Bank sein.
Sie wollen etwas ( nur eben Geld statt Brötchen) und zahlen dafür.
Möglich, dass eine Bank die Finanzierung ablehnt- dann versuchen Sie es bei einer anderen.
Natürlich muss man sich auf den Besuch bei der Bank anders vorbereiten als bei einem Brötcheneinkauf.
Je besser Ihr Konzept ist, desto überzeugender können Sie auftreten.
Lehnen die Banken grundsätzlich ab, sehen Sie es als Chance Ihr Konzept zu überdenken und gegebenenfalls zu überarbeiten.

Stehen Sie zu Ihren Ideen

Auch eine Frage des Selbstbewusstseins: Lassen Sie Ihr Konzept nicht "zerpflücken".
Wenn Sie überzeugt sind, dass Ihr Konzept gut und tragfähig ist, lassen Sie sich von den Kritikern nicht beeinflussen.
Leider gibt es auch heute noch Männer, die ihre Frau lieber zu Hause am Herd stehend, als hinter dem Schreibtisch sitzend sehen.
Da werden Ideen schon gerne einmal belächelt und auch andere Frauen im Bekanntenkreis zeigen nicht immer die gewünschte Solidarität.
Das kann viele Gründe haben- lassen Sie sich nicht entmutigen und stehen Sie zu Ihrem Konzept!

Ein Partner muss ein echter Partner sein

Machen Sie Ihren Partner zu einem echten Partner.
Wenn Sie neben Gründung auch noch den Löwenanteil an der Hausarbeit und der Kindererziehung übernehmen müssen, während sich Ihr Partner entspannt zurücklehnt, haben Sie den falschen Partner an Ihrer Seite.
Eine Partnerschaft muss muss partnerschaftlich = gleichberechtigt und unterstützend sein.
Im Geschäftsleben werden Sie einiges fordern müssen - fangen Sie im Privatbereich damit an.

Ist der Weg frei und steht die Ampel auf grün oder gelb - geben Sie Vollgas!

Eine Beobachtung, die ich persönlich nicht teilen kann, die aber offensichtlich Frauen auch ausbremst:
Frauen nehmen den Fuß viel zu früh vom Gas.
Sheryl Sandberg sagt, dass schwangere Frauen sich z.B. bereits lange vor der Geburt innerlich zurückziehen, obwohl es dafür keinen Grund gibt.
Solange das Kind nicht geboren ist, kann im Job Vollgas gegeben werden.

Gerade das Internet bietet Frauen viele Chancen sich gleichberechtigt neben Männern zu verwirklichen, und obwohl das Verhältnis der männlichen und weiblichen Internetnutzer fast ausgeglichen ist, dominieren Männer den Markt ganz deutlich.
Hoffentlich werden wir in Zukunft auch einmal von weltweit aufsehenerregenden Start-Ups lesen, die von einer Frau gegründet wurden. ( Aktuell würde mir spontan leider keines einfallen).