Zugegeben - ich bin kein Fan von Visitenkarten - weder von denen, die ich bekomme, noch von denen, die ich verteile.
Visitenkarten ordne ich in die Kategorie "Keller" ein- wenn ich etwas in den Keller bringe, kann ich es eigentlich gleich wegwerfen.
Bei Visitenkarten verhält es sich ähnlich.
Ich habe einen Visitenkartenkasten, in dem alle Visitenkarten verschwinden, die ich im Laufe der letzten Jahre bekommen habe.
Und ich habe diesen Kasten noch nicht ein einziges Mal geöffnet, es sei denn, um eine neue Karte hineinzulegen.
Menschen, die mir wichtig sind, finde ich im Netz auf Knopfdruck und muss dafür nicht lange in meiner Kiste kramen.
Und wenn ich ihren Namen vergessen habe, dann würde ich die Karte in der Kiste auch nicht finden - also finde ich persönlich Visitenkarten wertlos, aber natürlich spiele ich das Visitenkartenspiel mit und verteile meine Karten auch, damit sie in irgendwelchen Kisten verschwinden können.

Wenn ich lese, dass eine Firma als Start-Up in das Visitenkartengeschäft einsteigt, staune ich erst einmal.
Haben Visitenkarten überhaupt eine Zukunft oder sind sie nicht einfach ein Relikt aus der Zeit, als wir noch jedes Jahr zur Post gedackelt sind, um die neuen kiloschweren Telefonbücher abzuholen?
Aber dann werde ich doch aufmerksam, denn die Visitenkarten, die das Unternehmen herstellt, kosten 1500 Dollar - pro Stück und glaubt man Sufian Khawaja, dem Gründer von Black Astrum, dann gibt es dafür auch Abnehmer.
Bevor nun alle die High End Visitenkarten bestellen wollen - Nein - so einfach geht das nicht!
Bestellen darf man nur, wenn man eine persönliche Einladung erhält.
Das finde ich dann schon wieder sehr clever!
Ich halte fest: Sollte ich jemals eine diamantenbesetzte Vistenkarte aus der Black Astrum Schmiede erhalten - sie bekommt eine eigene Kiste!

Visitenkarte Diamanten

Via: Foxbusiness