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Ich blogge – also werde ich reich?

Die Frage der Woche beim Webmaster Friday lautet:
Wie wichtig ist Geld – viel Geld ( mit dem Bloggen zu verdienen)?

So pauschal ist die Frage gar nicht zu beantworten.
Ich z.B. habe mehrere Blogs, an die ich völlig unterschiedliche Ansprüche stelle.
Fangen wir mit diesem Blog hier an.
Millionärinnen ist für mich ein ganz untypischer Blog und auch ein ganz untypisches Experiment.
Im Normalfall habe ich klare Ziele und verfolge diese auch ganz konsequent.
Die ursprüngliche Idee von Millionärinnen war es, über erfolgreiche Frauen zu schreiben.
Nur musste ich schnell feststellen, dass Frauen weniger an erfolgreichen Vorbildern interessiert sind, sondern eher an der Frage „Wie angel ich mir einen Millionär?“
Darüber könnte man sicher auch schreiben, aber das ist nicht mein Thema.
Das nächste Problem über das ich mir vorher gar keine Gedanken gemacht habe: Es gibt auf dieser Welt leider gar nicht soooo viele erfolgreiche Frauen, über die man regelmäßig berichten kann.
Also Selfmade-Millionärinnen, die weder durch Erbschaft noch durch Hochzeit Millionärin wurden.


So wurde aus Millionärinnen nach und nach ein Blog, der sich im weitesten Sinne mit Themen rund um Geld, Erfolg, Ideen, Inspirationen, Innovationen, ungewöhnliche Menschen, beeindruckende Künstler usw. beschäftigt.
Ich bin die ganze Woche im Netz unterwegs und entdecke immer wieder Dinge, die mich faszinieren und die poste ich hier. Nicht nur für die Leser – auch für mich.
Jeden Sonntag setze ich mich hin, sortiere meine Entdeckungen und plane 7 Artikel für die Woche vor – täglich einen.
Für mich ist das wie eine Art Tagebuch schreiben, aber auch Entspannung und immer wieder auch Inspiration.
Insofern – auch wenn ich hier Werbung schalte – geht es hier nicht darum, Geld mit dem bloggen zu verdienen.
Natürlich freue ich mich, wenn ich sehe, dass täglich mehr Besucher kommen, und ich freue mich natürlich auch, wenn Leser auf meine Affilatelinks klicken, aber in erster Linie habe ich selbst Spaß mit diesem Blog und den Geschichten über die ich schreibe.

Dann habe ich Blogs, die ich ausschließlich zum Geld verdienen ins Leben gerufen habe.
Diese Blogs machen nicht nur sehr viel mehr Arbeit als Millionärinnen, sie erfordern auch Recherche, zum Teil tägliche „Betreuung“.
Das ist Fleißarbeit, von der die Nutzer auch profitieren und insofern finde ich es auch völlig legitim, wenn ich damit Geld verdiene.

Eine Mischung wäre mein Blog „take-me-to-auction„, ein Blog, der sich primär mit eBay, aber auch mit anderen Plattformen im Netz, beschäftigt.
Auch dieser Blog macht sehr viel Arbeit, die sich aktuell durch die dort geschaltete Werbung nicht refinanzieren würde, weil die Blogeinnahmen im Verhältnis zu der investierten Arbeit eher bescheiden, wenn auch in Ordnung, sind.
Hier aber profitiere ich indirekt, indem ich mich als Expertin positioniere und als Beraterin gebucht werde.

Die Unterschiede machen sich natürlich auch inhaltlich bemerkbar.
Während ich bei Millionärinnen z.B. keine bewusst SEO-optimierten Texte schreibe und Themen querbeet aufgreife, wie sie vor allem mir gefallen, sind die “ Geld-verdienen-Blogs“ ausschließlich Leserorientiert und nach gesuchten Keywords optimiert.
Take-me-to-auction ist auch hier eine Mischung.
Hier spiegelt sich auf der einen Seite wie bei Millionärinnen ein Teil meiner Persönlichkeit wider, allerdings überlege ich mir sehr genau was ich schreibe und teilweise schreibe ich auch bewusst Artikel, die einfach nur Traffic bringen sollen.

Insofern habe ich also drei verschiedene Blog-Modelle, die mehr oder weniger darauf ausgelegt sind, Geld zu verdienen.
Was ich – im Gegensatz zu manch anderem Blogger – nicht mache: Ich stehe zu diesen Modellen und rechtfertige mich nicht dafür, dass ich auch Blogs habe, die ganz klar das Ziel haben, Geld zu verdienen und ich würde mich auch nicht scheuen, diesen Blog hier eines Tages zu monetarisieren.
Time is money:-)
Für mich gibt es nur eine Beschränkung: Produkte oder Unternehmen, von denen ich persönlich gar nichts halte, bewerbe ich grundsätzlich nicht.
So habe ich z.B. nach massiven Problemen meine Partnerschaft mit 1&1 und auch mit myby (jetzt Promarkt) gekündigt, weil ich diese Unternehmen weder empfehlen kann noch will.
Auch dailydeal bewerbe ich nach einer Kampagne, mit der ich mich absolut nicht identifizieren konnte, nicht mehr und habe die Partnerschaft gekündigt.
In diesen Fällen bin ich konsequent und werde es auch bleiben.
Ich muss nicht alle Produkte selber nutzen , aber ich muss ein gutes Gefühl dabei haben, wenn ich sie bewerbe.

Sie alleine entscheiden ob Sie Geld verdienen, wechseln oder verbrennen!

Bei meinen täglichen “ eBay-Rundgängen“ sehe ich immer wieder erstaunliches:

Hier z.B. habe ich über einen eBay Top-Verkäufer mit weit mehr als 100.000 Bewertungen geschrieben, der täglich eine Menge Geld bei eBay verbrennt:
Geldverbrennung bei eBay
Im Monat dürfte ihm ein beträchtlicher Betrag im 4-stelligen Bereich verloren gehen.

Und er ist bei eBay in bester Gesellschaft.
Täglich scanne ich für Kunden verschiedene eBay Kategorien und entdecke in jeder Kategorie drei Sorten Unternehmer:
Die, die Geld verdienen. Die, die Geld wechseln ( also weder verdienen noch Verlust machen) und die die Geld verbrennen – also eigenes Geld mitbringen, um die Käufer zu sponsern.

Und das ist kein eBay Phänomen! Ebay ist in allem ein Spiegel der Gesellschaft.
Auch wenn die Hürden sich in die Selbstständigkeit zu stürzen bei eBay natürlich etwas geringer sind, als im “ wirklichen“ Leben, so gibt es doch in jeder Branche diese drei Unternehmertypen.

Jeder entscheidet selber zu welcher Sorte Unternehmer er gehört.
In jeder Branche gibt es die, die es schaffen, die die vor sich hin „wursteln“ und die, die scheitern.
Wenn Nummer 2 und 3 scheitern, haben allerdings immer die anderen Schuld!
Die Wirtschaftskrise, die Kunden, die Zulieferer, die Wettbewerber oder sonstwer. Aber Nummer 1 schafft es und Nummer 1 muss nicht immer der Platzhirsch sein. ( Auch gerne ein Argument: “ gegen so einen großen komme ich nicht an…“)

Man muss sich immer bewusst machen, dass man es schaffen kann! Andere schaffen es auch – das sieht man in jeder Branche!
Ob Sie zu den Gewinnern oder zu den Verlierern gehören entscheiden alleine SIE!
( Von Ausnahmen wie Krankheit oder wirklich schwerwiegenden persönlichen Gründen abgesehen. Das sind dann die wirklichen Schicksale!)

Ungewöhnliche eBay Geschäftsmodelle

In meinem Job als Beraterin begegnen mir auch immer wieder ungewöhnliche Geschäftsmodelle bei eBay.
In der Regel sind das Modelle für einen Nebenverdienst, die durchaus 4-stellige Einnahmen bringen können.
Fast schon frech, aber sehr kreativ ist folgendes Modell, über das ich schmunzeln musste:
Ein Verkäufer bietet bei eBay Produkte an, die er bei Amazon günstiger einkauft.
Das an sich ist nicht so ungewöhnlich, es gibt einige, die Ware in regulären Onlineshops einkaufen ( statt beim Großhändler) und dann bei eBay oder bei Amazon verkaufen.
Gerade bei einigen Supersonderangeboten im Netz kann sich das auch durchaus lohnen.
Aber das Modell, von dem ich spreche geht einen Schritt weiter.
Diese kreativen Köpfe nehmen kein Geld für den Wareneinkauf in die Hand und nehmen zusätzlich den eigentlichen Verkäufer als kostenlosen Fulfillment – Dienstleister in Anspruch.
Wie das funktioniert:
Sie bieten Ware bei eBay ( bzw. Amazon) an.
Ware von der sie wissen, dass sie auf dem anderen Marktplatz günstiger angeboten wird.
Wird die Ware verkauft, kaufen sie selbst die Ware zu dem günstigeren Preis auf der jeweils anderen Plattform ein und übermitteln diesem Verkäufer als Versandanschrift die Anschrift ihres eigenen Käufers.
Dieser Verkäufer übernimmt dann der Versand.
So werden dann teilweise gar nicht so unbeträchtliche Gewinne erwirtschaftet und zwar ohne Vorfinanzierung der Ware und ohne die Arbeit mit dem Versand zu haben.
Bei einem Modell dieser Art, das ich beobachtet habe, betrug die Preisdifferenz zwischen beiden Plattformen fast 50 Euro.
Natürlich setzt dieses Vorgehen voraus, dass man beide Märkte gut kennt und sehr flexibel ist.
Was heute auf der einen Plattform günstiger ist, kann morgen bereits auf der anderen Plattform günstiger sein und dann muss man schnell reagieren um keinen Verlust zu machen. ( Schließlich ist man verpflichet dem Käufer die Ware zu verkaufen und daran muss man sich auch halten, wenn man das längerfristig machen will).
Meine erste spontane Reaktion war: Frech! Aber dann habe ich darüber nachgedacht und ich muss sagen – als Verkäufer, der die Ware dann an den Kunden des anderen Verkäufers schickt, würde mich das gar nicht stören.
Ich habe die Ware zu meinem Preis angeboten und meinen Preis bekommen.
Wenn der andere mehr bekommt – gut – dann wäre mir persönlich das ein Ansporn auch mehr zu bekommen, aber unterbinden würde ich es nicht.


Vielleicht liest sich das alles sehr kompliziert, daher hier ein fiktives Beispiel:
Ich biete bei Amazon ein komplettes Besteckset für 89 Euro an.
Sie bieten exakt dieses Besteckset bei eBay für 129 Euro an.
Bei Ihnen schlägt ein eBay Käufer zu und kauft das Besteckset bei Ihnen für 129 Euro.
Jetzt kaufen Sie das Besteckset bei mir ( Amazon) für 89 Euro und bitten mich das Besteckset nicht an mich, sondern an eine andere Versandanschrift zu senden ( in diesem Fall direkt an Ihren eBay-Käufer.)
Von den 40 Euro Diffenenz müssen Sie zwar eBay, eventuell PayPalgebühren etc ( Steuern nicht vergessen!) bezahlen, aber sie müssen weder die Ware vorfinanzieren, noch benötigen Sie ein Lager oder müssen selbst die Päckchen packen.

Auch wenn es sich einfach liest, es setzt eine ausgezeichnete Kenntnis der Märkte und ein sehr hohes Maß an Flexibilität voraus.
Was Sie dabei nie vergessen dürfen: Sie müssen die Ware ausliefern!
Erhöht sich der Preis also, tragen Sie das Risiko die Ware selbst teurer einkaufen zu müssen.
Und Sie müssen sicher sein, dass Sie selbst bei einem seriösen Händler einkaufen, der die Ware tatsächlich liefern kann!
Sie sind derjenige, der bei eBay als Anbieter gilt – mit allen Pflichten, die gewerbliche Verkäufer erfüllen müssen!

Im Grunde ist es eine Art des Drop-Shippings, allerdings in abgewandelter Form, die einen höheren Gewinn abwerfen kann.
Beim klassischen Drop-Shipping lassen sich selten gute Gewinne erzielen, weil alle die gleichen Produkte von ihrem Drop-Shipper beziehen und außerdem gibt es im klassischen Drop-Shipping Bereich viele schwarze Schafe!
Mich persönlich konnte noch kein einziger Drop-Shipper überzeugen, während ich dem obigen Modell durchaus Chancen einräumen würde, auch wenn ich selbst diese Methode nicht anwenden würde.

In dieser Woche schreibe ich noch über ein weiteres Geschäftsmodell, das diesem hier ähnelt und doch ganz anders ist!

Kurzes Update
Ein anderer Blog im Netz, der leider kein richtiger Blog ist, weil man einzelne Artikel nicht verlinken kann, hat diesen Artikel aufgegriffen und kritisiert, dass dieses Modell nicht funktionieren würde. ( Ich hätte den Artikel gerne verlinkt, wobei es natürlich noch schöner und vielleicht auch üblicher gewesen wäre, die Diskussion die dort nicht entstehen kann, weil keine Kommentare zugelasen sind, direkt hier zu führen.)

Nun war es nicht mein Anliegen hier fix und fertige Step-by-Step Anleitungen mit allen FAQs zu liefern und ich bin bisher auch davon ausgegangen, dass das klar ist.
So kritisiert dieser Blog ( www.bvoh.de) u.a. dass das Modell nicht funktioneren kann, weil der Amazon Händler eine Rechnung beilegt und der eBaykunde dann den “ Schwindel“ bemerkt. Nun – ein wenig Kreativität setze ich immer voraus, wenn ich Artikel schreibe.
Das z.B. ließe sich ganz einfach mit der Option „als Geschenk verschicken“ umgehen.

Wie gesagt – insgesamt sollen meine Artikel vor allem der Inspiration dienen und verfolgen gar nicht den Anspruch mundgerecht serviert zu werden.

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