Am Wochenende hatte ich ein interessantes Gespräch.
Im Grunde keine Neuigkeit, aber man muss sich das immer wieder bewusst machen:

Verknappung macht attraktiv!
Viele Menschen setzen das im zwischenmenschlichen Bereich intuitiv ein und haben damit Erfolg.
Sie machen sich rar und damit interessanter für andere Menschen.
Ruft ein Mensch Sie am Tag 10 x an und schreibt dazu vielleicht noch eMails, treibt er Sie in den Wahnsinn und sich selbst an den Abgrund Ihrer Toleranzgrenze.
Hört er plötzlich abrupt damit auf, greifen Sie im Bestfall zum Hörer und fragen, ob es ihm gut geht.
Menschen, die diese Taktik bewusst - oder auch intuitiv - einsetzen, haben damit in der Regel Erfolg.

Ein Beispiel aus der Wirtschaft hatten wir gerade gestern:
Der limitierte Christmas Pudding
Weitere Beispiele dafür gibt es wie Sand am Meer.
Louis Vuitton und Hermès verknappen manche Modelle und die Käufer stehen Schlange, um mehrere Tausend Dollar ausgeben zu dürfen.
Selbst H&M ist erfolgreich mit Verknappung: Gibt es bei H&M eine limitierte Verkaufsaktion mit exklusiven Modellen von Jimmy Choo, mutieren 5 Sterne Luxusweibchen zur Camperin und belagern ab Mitternacht die Filiale.

Viele machen sich das nicht bewusst:
Zwischenmenschlich neigen Frauen z.B. dazu den Mann ihrer Träume mit SMS oder Anrufen zu bombardieren, bis er sich genervt zurückzieht.
Und auch viele Unternehmer nerven den Kunden mit ihrer Dauerpräsenz: Hat man z.B. einmal einen Newsletter abonniert, bekommt man jedes noch so uninteressante Angebot mitgeteilt - bis man den Newsletter wieder abbestellt.

Man muss nicht unbedingt in der Liga von Louis Vuitton und Hermès spielen, um mit Verknappung Erfolg zu haben.
Hier spielt natürlich auch das an sich luxuriöse Produkt in limitierter Auflage eine Rolle, aber man kann von ihnen durchaus lernen:

Weniger ist manchmal mehr!