Nun gehöre ich ja nicht zu den ausgesprochenen Fußball-Fans, aber die WM Begeisterung steckt mich dann doch immer mit an.
Für mich waren die Reaktionen nach dem Spiel gegen Serbien ziemlich spannend, weil sie typisch für Deutschland waren.
Ein verlorenes Spiel und wie viele hatten die Deutschen danach in Gedanken schon abgeschrieben?
Kurzfristig wurden aus den voher gefeierten Jungstars plötzlich Looser, Nieten, Unfähige - alles wurde kritisiert- zu jung, zu unerfahren, falsch aufgestellt und was weiß ich.
Einige Tage später war alles vergessen und die Fußballer eroberten die Herzen zurück.
Was lernen wir daraus?
Sich durch einen einzigen Rückschlag nicht verunsichern lassen und die Schadenfreude und " Miesmachersprüche" der anderen ignorieren! Später klatschen sie wieder!

Dann der nächste Zwischenfall - das Tor der Engländer, das nicht gegeben wurde und den Engländern sofort jegliche Motivation nahm, während die Deutschen durch die Vorlage hochmotiviert waren.
Klar, wer gewinnt.

Und dann das " Angstspiel" gegen Spanien.
Angst wovor?
Sie hätten nur gewinnen können, durch die Angst vor dem Gegner haben sie von Anfang an die schlechteren Karten gehabt.

Natürlich habe ich keine Ahnung vom Fußball - aber im Leben wären solche Duelle ähnlich ausgegangen.

Habe ich bereits einen kleinen Sieg errungen ( wie beim Spiel Deutschland-England) und wird mein Gegner dann auch noch durch einen kleinen Rückfall geschwächt, komme ich mit Bravour ins Ziel ( es sei denn mein Gegner steht wieder auf und bietet mir selbstbewusst die Stirn- was England nicht getan hat).

Und wenn ich mich zitternd vor Angst einem starken Gegner ( wie Spanien) stelle, verliere ich - auch normal.

Für mich war es wieder spannend, dass man Erfahrungen, die man im Job macht, auf alle Bereiche des Lebens übertragen kann- selbst auf ein Fußballspiel:-)